Von null auf hundert zum Schulabschluss 

24 Absolventinnen und Absolventen aus acht Ländern haben an der Abendrealschule Rheine die Mittlere Reife erreicht, 11 davon mit Qualifikation .

Als Majid im August 2016 zum ersten Mal den Klassenraum der Abendrealschule betrat, konnte er gerade sagen, wie alt er ist und aus welchem Land er kommt. Damals war das Abitur in Deutschland für ihn nicht mehr als ein Traum. Der heute 24-jährige Afghane, der 30 Tage auf der Flucht war und wie durch ein Wunder von einem untergehenden Boot vor der türkischen Küste gerettet wurde, hatte jedoch ein Ziel vor Augen Arzt zu werden. 

„Er wollte immer der Beste in der Klasse sein, selbst mit einer Zwei in Sport, konnte er sich nicht zufriedengeben“, erinnert sich seine damalige Klassenlehrerin Weronika Anger. „Er ist ein unglaublich ehrgeiziger junger Mann, der immer sehr offen der neuen, für ihn fremden Kultur gegenüberstand – immer anwesend, immer vorbereitet und engagiert. Kein Wunder, dass er die Sprache sehr schnell gelernt hat und die Zentralen Prüfungen mit Erfolg bestanden hat“, fügt die Lehrerin hinzu. 

Majid hat mittlerweile erfahren, dass das Medizinstudium in Deutschland selbst für die besten Abiturienten oft nicht greifbar ist und sucht einen Ausbildungsplatz als Bankkaufmann. Da er aber durch seine tollen Leistungen die Fachoberschulreife erreicht hat, sind das Abitur und Studium noch nicht vom Tisch. 

Seine Klassenkameradin Farkhunda kam ebenfalls 2015 mit der großen Flüchtlingswelle aus Afghanistan nach Rheine. Darüber, was die 37-jährige studierte Juristin in ihrem Leben durchgemacht hat, könnte man ein Buch schreiben. „Nachdem mein Mann bei einem Bombenanschlag gestorben war, beschloss ich mit meinen Kindern aus meiner Heimat zu fliehen. Das Leben einer alleinstehenden Frau in Afghanistan ist unvorstellbar schwierig“, erzählt sie. „Zwei meiner Kinder wurden an der iranischer Grenze zurückgeschickt, ich konnte nur mit meiner jüngsten Tochter weiter“, erinnert sie sich. 

Es dauerte zwei Jahre, bis sie ihre Tochter und ihren Sohn wieder in den Armen halten konnte. In der Zwischenzeit  ertrank ihr Onkel mit seinen drei Kindern im Mittelmeer während des vergeblichen Fluchtversuches. Trotz der dramatischen Schicksalsschläge hält auch Farkhunda heute stolz ihr Abschlusszeugnis mit einem deutschen Schulabschluss in der Hand.  

„Sie war so unglaublich tapfer. Wir haben viele Gespräche geführt, denn als Klassenlehrerin ist man auch gleichzeitig eine Art Mutterersatz und teilt Sorgen, Nöten und Freuden“, erzählt Lehrerin Anette Mathy. Aber das ist kennzeichnend für den Unterricht an der Abendrealschule Rheine, dass man sich um seine Schüler kümmert, wir kennen uns hier alle. An einem Tag wie heute, können wir mit ihnen zusammen den Erfolg feiern, fügt Mathy hinzu. 

Auch die Schulleiterin Christiane Beckmann-Veerkamp überreichte den jungen Erwachsenen die Zeugnisse mit einer Träne im Auge. In Ihrer Abschiedsrede zählte sie die Herkunftstorte der 24 Absolventinnen und Absolventen auf: Deutschland, Afghanistan, Eritrea, Irak, Kasachstan, Kenia, Mali und Syrien. 

 „Es ist ein besonderer Tag, der mich daran erinnert, vor welcher enormen Herausforderung damals auch unsere Schule stand, so vielen Geflüchteten aus unterschiedlichen Ländern die Sprache beizubringen, die Schulabschlüsse zu vermitteln und einen wichtigen Beitrag für die Integration dieser Menschen zu leisten“, sagt sie.  

Aus den politischen Kreisen hörte man damals die Worte: „Wir schaffen das“, so erinnert die Schulleiterin an den berühmten Satz der Bundeskanzlerin.  

Ich kann heute sagen, dass wir es in unserer Schule tatsächlich geschafft haben. Mein Lehrerteam hat ein tolles Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe die Geflüchteten ihre Abschlüsse bekommen. Es sind nicht die letzten jungen Menschen, die wir erfolgreich in die Arbeitswelt entlassen werden, betont Beckmann-Veerkamp. „Wer einen Schulabschluss nachholen oder verbessern möchte, ist bei uns richtig, egal aus welchem Land er kommt oder welche Umstände dazu geführt haben, dass es bis jetzt noch nicht so ganz geklappt hat mit der Schule. Dafür sind wir da,“ ergänzt sie.

Text und Bild dieser Seite: Abendrealschule Rheine

 

 

 

Der Wille versetzt die Berge – Sprache lernen ohne Wörterbuch

Haben Sie schon einmal versucht, eine Fremdsprache ohne jegliche Wörterbücher zu erlernen? Viele würden sagen, es sei doch unmöglich!
Zwei Schüler der Abendrealschule Rheine Hannibal und Tesfay haben das Unmögliche geschafft und stehen kurz vor dem Mittleren Schulabschluss.

Man stelle sich vor, Sie landen in einem fremden Land. Alles, was Sie haben ist ein Pass und ein Handy. Anderes Land, andere Schrift, andere Kultur und eine Sprache, für die es keine Wörterbücher gibt. Sie müssen schnell eine Ausbildung machen, davor aber einen Abschluss, das bedeutet Literatur im Original lesen, Aufsätze schreiben, Matheaufgaben lösen und das alles in drei Jahren.

So erging es zwei Schülern der Abendrealschule Rheine als sie 2014 aus Eritrea nach Deutschland geflohen sind. Hannibal und Tesfay heißen sie und haben etwas geschafft, was an ein Wunder grenzt: Deutsch zu lernen ohne Wörterbuch. Wie war es denn überhaupt möglich?
„Entscheidend ist der Wille, der kann die Berge versetzen“, sagt der 29-jährige Hannibal. „Am Anfang ging es nur mithilfe von Bildern, außerdem haben mir meine Englischkenntnisse aus der zehnten Klasse in meiner Heimat sehr geholfen“, fügt der junge Mann hinzu, der vor der Diktatur aus Eritrea geflohen ist.
Die Schüler aus Afrika haben es besonders schwer in Deutschland. Sie sprechen oft seltene Sprachen oder Dialekte, für die es keine Wörterbücher gibt. Für die Sprache Tigrinisch, die die beiden Jungs beherrschen, ist lediglich ein kleines Bildwörterbuch erschienen.
Das meiste Geld, das Hannibal damals hatte, wurde in den Privatunterricht in Deutsch investiert, wie er erzählt. Am Anfang ging es einigermaßen, dann kam aber die sprachliche Herausforderung in der Abendrealschule: Die Balladen oder Kurzgeschichten mit ihren sprachlichen Bildern, die Sachtexte und Schaubilder mit der komplizierten Fachsprache. „Ich habe alles gemacht, was nun möglich war, stundenlang im Internet recherchiert und andere Menschen um Hilfe gebeten“, berichtet Hannibal. „Wir haben sogar einen Bekanntenkreis aufgebaut und uns immer ausgetauscht, um einige Wörter überhaupt zu verstehen“, fügt er hinzu.
Sein beruflicher Traum war immer, Automechaniker zu werden. Aus gesundheitlichen Gründen musste er aber seine Pläne aufgeben. „Das Schicksal hat mir einen Streich gespielt und mich dazu gezwungen, einen besseren Abschluss zu machen, um in einem Büro arbeiten zu dürfen“, sagt Hannibal, der immer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im IT Bereich ist.

Sein Klassenkamerad Tesfay hat das Gleiche durchgemacht, um Deutsch zu lernen, nebenbei aber auch seine eigene Strategie entwickelt. „Ich habe mehrere Stunden am Tag die Serien auf Netflix geguckt, natürlich auf Deutsch, unter anderem alle Staffeln von Game of Thrones“, berichtet er. „Mein Traum ist es eigentlich, Musiker zu werden“, sagt der 24 jährige, der in der Freizeit leidenschaftlich Krar spielt – ein Zupfinstrument aus seiner Heimat.
Da man damit aber nicht seinen Lebensunterhalt verdienen kann, wird Tesfay ab August eine Ausbildungsstelle als Fachkraft für Metalltechnik beginnen. „Ich bin einfach glücklich, dass ich in einem Land leben kann, in dem Ruhe und Frieden herrschen, alles andere ist eine Nebensache“, sagt Tesfay lächelnd.
„Der Junge lächelt immer, er hat immer gute Laune und eine Portion positiver Energie für jeden“, sagt seine Klassenlehrerin Anette Mathy. Was sie an den beiden Jungs beeindruckt hat ist ihr Durchhaltevermögen. „Tesfay gibt nie auf, er kämpft bis zur letzten Sekunde mit einer Aufgabe, Hannibal ist sehr fleißig und sehr charmant – er weiß, wie man mit anderen spricht und was man tun muss, um das Ziel zu erreichen“, fügt Mathy hinzu.

Das wichtigste ihrer Meinung nach ist aber die Tatsache, dass die beiden in ihrer ganzen Schullaufbahn vielleicht insgesamt vier Stunden gefehlt haben. Das hat sie zu diesem Erfolg gebracht. „Hannibal hat außerdem nicht nur seine deutschen Freunde eingeholt, er hat sie überholt und hatte im letzten Schuljahr das beste Zeugnis von allen mit einem Durchschnitt im Einserbereich“, betont die Lehrerin.
Auf den Vorschlag, eines Tages ein Wörterbuch für Tigrinisch herauszugeben, reagiert Hannibal mit Lächeln und sagt „Mal sehen, wer weiß, was das Leben noch bringt?“.

Die Schüler mit Migrationsgeschichte haben in der Abendrealschule die Möglichkeit, zuerst in einem Vorkurs neben den anderen schulischen Fächern, die Grundlagen der deutschen Sprache zu erlernen, um dann in 2 Jahren den Mittleren Abschluss oder den Hauptschulabschluss anzustreben. Informationen und freie Schulplätze unter 05971 / 55124 oder unter www.abendrealschule-rheine.de

Text und Bilder dieser Seite: Wernonika Anger

Abschluss Sommersemester 2017

Unser Bild zeigt die Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule Rheine, die zum Sommer 2017 den mittleren Schulabschluss Bildungsabschluss erreicht haben und in einer feierlichen Abschiedsstunde verabschiedet wurden.

Die Freude über das Erreichen des neuen Schulabschlusses setzten die Schülerinnen und Schüler in eine fantasiereiche Gestaltung der Feierstunde um. So mussten die Lehrerinnen und Lehrer in einem vergnüglichen Test ihr Wissen und ihre Kreativität unter Beweis stellen. Das gute Einvernehmen zwischen Schülern und Lehrern wurde in den auf die Hobbys und Vorlieben abgestimmten Aufgaben deutlich. Gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung sind die Grundlagen erfolgreichen Lernens.

In den Reden der Schülervertreter (Daniel Nagel für das Abend- und Lisa Dosdal für das Vormittagssemester) stand der Dank an die Lehrerschaft für die Begleitung durch alle Höhen und Tiefen, für persönliches Engagement und natürlich für die Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen im Vordergrund. Die Klassenleitungen Doris Plumpe und Kristin Attermeyer ihrerseits lobten die Absolventinnen und Absolventen für ihre Anstrengungen, ihr Durchhaltevermögen und die z.T. sehr guten Noten.

Nach zwei oder zweieinhalb Jahren Schulbesuch neben Beruf und Familie mit Höhen und Tiefen genießen die Schülerinnen und Schüler diesen Moment.
Sie feierten ihre Zeugnisse und freuen sich darauf, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu können. Für viele beginnt schon am ersten August mit einem Ausbildungsplatz der nächste Lebensabschnitt.

Schulleiterin Christiane Beckmann-Veerkamp verabschiedete die Absolventen mit Glückwünschen und einem Dankeschön. „Heute ist ein schöner Tag“ zitierte sie aus einem altbekannten deutschen Schlager,
machte aber auch deutlich, dass vor diesem schönen Tag Willenskraft und Anstrengung liegen, und ein Schulabschluss über diesen schönen Tag hinaus nachhaltig bleibt.

Im Anschluss ging es für die gesamte Schulgemeinschaft auf dem Schulhof weiter mit einem stimmungsvollem Schulfest bei gutem Wetter, Würstchen und Tanz.

Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Zukunft wurden die Zeugnisse überreicht an: Jessica Bernhardz, Pia Brokelmann, Lisa Dosdal, Vanessa Hinz, Nina Kettner, Ewelina Mzyk, Nadja Oyinloye, Fritz Begambo, Adrian Blötscher, Fatlind Caka, Patrick Eistetter, Marc Engelsmeyer, Ahmed Hussein, Lukas Kohl, Daniel Nagel, Marcel Ottenhues, Agim Qaki, Daruosh Qayumi, Alex Roth, Harun Tanirgan und Eugen Tokarev.

Abschluss Wintersemester 2017/18

In einer feierlichen Abschiedsstunde wurden jetzt die Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule Rheine entlassen, die den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) erreicht haben.

„Heute ist der Tag gekommen, an dem wir den nächsten Schritt in unser Leben wagen.“ Mit diesen Worten begann die Abschlussrede von Aylin Nosaj, der Schülervertreterin aus dem Vormittagssemester.
Sie beschrieb ihre Zeit und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler an der Abendrealschule als eine sehr intensive Zeit, die viel zu schnell vergangen sei.
Eine Powerpointpräsentation zeigte die schönsten Momente und wurde mit Erheiterung und Wehmut gesehen.

Thomas Maurer, Semesterleiter des Abend- sowie Beate Müller und Friederike Stauvermann, Semesterleiterinnen des Vormittagssemesters, übereichten die Abschlusszeugnisse.
Zuvor hatte Beate Müller in ihrer kurzen
Ansprache ihren großen Respekt für das Durchhaltevermögen und die guten Leistungen der Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck gebracht. Liebevoll beschrieb sie die unterschiedlichen Persönlichkeiten,
Meinungen und Einstellungen. Sie erinnerte an die vielen schönen Stunden,
in denen sie gemeinsam ihre Neugier auf das Leben und fremde Kulturen ausgetauscht hatten und empfahl den Schülerinnen und Schülern, diese zu bewahren.

Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage erfolgreichen Lernens. Dieser wurde durch je eine Rose für die Schülerinnen und Schüler und je einen kleinen Blumenstrauß für die Lehrerinnen und Lehrer
zum Ausdruck gebracht.

Abschluss Sommersemester 2018

Die Absolventinnen und Absolventen des Sommersemesters 2018 erhielten nun ihre Abschlusszeugnisse.
Schulleiterin Christiane Beckmann-Veerkamp erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass die Abendrealschule Rheine bereits zum 110.
mal neue Schulabschlüsse vergeben konnte.

Eine Abschlussfeier ist ein Moment des Innehaltens mit dem Blick nach hinten und nach vorne. „Lernen ist kein Spiel, sondern harte Arbeit und Mühe“ zitierte
Beckmann-Veerkamp keinen Geringeren als Aristoteles. Die Mühe wird kleiner, wenn Motivation und die richtige Einstellung hinzukommen.
Neben Familie und Beruf noch einmal zur Schule zu gehen und diese erfolgreich zu beenden bedeutet Durchhaltevermögen und manchen Verzicht.

Erstmals wurden auf der Feier auch zwei Absolventen gewürdigt, die bereits nach dem Erreichen des Hauptschulabschlusses die ARS verlassen,
um zum August nahtlos in eine Ausbildungsstelle zu wechseln. Auch eine solche Leistung verdient Respekt. Das fanden offenbar auch alle Schülerinnen und Schüler,
die durch tosenden Applaus zum Ausdruck brachten, wie sehr sie sich für diesen tollen Erfolg der beiden sympathischen Schüler mitfreuten!

Die Semesterleiter Thomas Maurer und Annette Mathy für das Abend- und Friederike Stauvermann und Beate Müller für das Vormittagssemester überreichten mit persönlichen Worten
für jeden Einzelnen die Abschlusszeugnisse.

Helen Heckmann vom Abendsemester bedankte sich im Namen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und würdigte die Schule als eine besondere.
„Die Lehrerinnen und Lehrer nahmen uns als individuelle Persönlichkeiten wahr, zeigten Interesse für uns und standen uns auch bei privaten Sorgen hilfreich zur Seite –
das kannten die meisten von uns von der Institution Schule bislang nicht! Wir alle haben nicht nur unsere Abschlüsse geschafft, sondern in einer tollen Klassenatmosphäre
Freundschaften geschlossen, von denen einige sicher auch nach dem Verlassen der Schule Bestand haben werden.“

Elvira Ajvazi fand im Namen des Vormittagssemesters liebe und wertschätzende Worte für die einzelnen Lehrerinnen und Lehrer – erstaunlich,
wie genau die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Lehrerpersönlichkeiten mit ihren Stärken und Macken – ähm… gibt es die eigentlich?? – wahrnehmen.
Sehr berührt war das Kollegium, als Ajvazi der Schule mit ihrer engagierten Schulleiterin attestierte, eine gute Schule zu sein und dem Anspruch „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
in besonderer Weise gerecht zu werden!

Förderverein

Ziel des Fördervereins ist, das Lernen an der Abendrealschule der Stadt Rheine durch sinnvolle Anschaffungen und die Unterstützung außerunterrichtlicher Aktivitäten angenehmer und effektiver zu gestalten.

So konnten in Vergangenheit eine Kamera mit Stativ, eine Videokamera und diverse Stellwände angeschafft werden. Ebenso konnten Unterrichtsgänge bezuschusst, Schulfeste mitfinanziert und kulturelle und unterrichtsrelevante Veranstaltungen gefördert werden.

Schon mit einem Jahresbeitrag von 6,00 € können Sie Mitglied werden. Über Ihre finanzielle und ideelle Hilfe freuen wir uns!

(Das Bild oben zeigt die Mitglieder des Vorstandes – von links: Brigitte Arning, Joachim Bahr und Inga Schulmeyer-Weber.)

 

Praktikum

Wir bieten Ihnen Praktikumsplätze für alle Praktika (Eignungs-, Orientierungs-,  Berufsfeldpraktika sowie ein Praxissemester) an unserer Schule an.

Unser Konzept sieht vor, dass Praktikantinnen und Praktikanten einen Einblick in die Praxis, verbunden mit ersten Unterrichtserfahrungen und dem Kennenlernen anderer vielfältiger Aufgabengebiete des Lehrerberufs, erhalten. Während des Praktikums ist es uns ein Anliegen, dass Sie auch kennenlernen können, was unsere Schule auszeichnet.

Wenn Sie bei uns ein Praktikum machen möchten, bewerben Sie sich bitte per E-Mail über folgenden Kontakt.

Da wir begrenzte Aufnahmekapazitäten haben, um eine optimale Betreuung zu gewährleisten, erhöht eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit kurzer Angabe Ihres Wunschzeitraums, Ihrer Studienfächern und der Art des gewünschten Praktikums Ihre Chancen auf einen Praktikumsplatz. Des Weiteren ist es notwendig, dass Sie bereit sind, Flexibilität in Ihrer Zeiteinteilung mitzubringen. Für Rückfragen geben Sie bitte nicht nur Ihre Emailadresse, sondern auch Ihre Telefonnummer an.

Frau Dominik ist Ansprechpartnerin und Koordinatorin hinsichtlich der Praktika.

Für Studierende der Universität Münster ist das Zentrum für Lehrerbildung als Praktikumsorganisator zuständig.

Zusätzliche Informationen für Studienanfängerinnen und -anfänger bietet das Bildungsprotal des Landes NRW mit einer Handreichung für die schulische Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten im Eignungs- und Orientierungspraktikum.

Über www.eops.nrw.de haben Studierende ab dem 7. Mai 2019 die Möglichkeit, sich einen Überblick über das landesweite Praktikumsplatzangebot an Schulen zu verschaffen, sofern die jeweiligen Hochschulen kein anderes Verfahren vorgeben.

 

 

 

Anmeldung

Eine Anmeldung an der Abendrealschule Rheine erfolgt zu fest vorgegebenen, zentralen Anmeldeterminen. Die aktuellen Termine finden Sie im Terminkalender. Wir bitten Sie, unser Sekretariat telefonisch unter der Nummer 0 59 71 / 5 51 24 zu informieren, wenn Sie an einem der Anmeldetermine teilnehmen möchten. Dort erfahren Sie auch, wann Sie sich bei uns anmelden können, falls Sie an keinem dieser Termine kommen können.

 

Anmeldeunterlagen

Für eine Anmeldung müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden:

  • aussagekräftige Zeugnisse (als Kopie) der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Berufskolleg usw.)
  • aktueller tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf
  • ein Lichtbild
  • gültiger Personalausweis oder eine gültige Aufenthaltsgenehmiging

Zusätzlich werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Nachweis über aktuelle Berufstätigkeit / Praktikum (auch geringfügig entlohnte Beschäftigung, z.B. 400 Euro u.a.), ggf. letzte Gehaltsabrechnung, Praktikumsbescheinigung, Arbeitslosenbescheinigung
  • ODER Nachweis über eine mindestens 6-monatige Berufstätigkeit / Praktikum (wie oben)
  • ODER Nachweis über die Führung eines Haushaltes mit Kindern oder Pflege sonstiger Angehöriger (z.B. Geburtsurkundes des Kindes / der Kinder, Bescheinigung des Bürgeramtes über die zum Haushalt gehörenden Personen)
  • ODER Nachweis über Wehr – oder Zivildienst
  • ODER Nachweis über Zeiten nach dem Jugendfreiwilligendienst oder dem Bundesfreiwilligendienst

Schulgeschichte


Die Abendrealschule Rheine – Weiterbildungskolleg – feierte im Jahr 2013 ihr 50-jähriges Bestehen. Seit 1963 eröffnet sie Schülerinnen und Schülern jeglichen Alters, den Schulabschluss zu erwerben oder zu verbessern.

Schulträger ist die Stadt Rheine. Unter nebenamtlicher Leitung mit ausschließlich nebenamtlichen Lehrern entwickelte sie sich als eine Zweigstelle der damals einzigen Realschule. Im Jahre 1982 wurde sie selbstständig mit einer eigenen Schulleitung. Ab jenem Zeitpunkt wurden dann die ersten hauptamtlichen Lehrer eingestellt.

Nach über zehn Jahren am Standort im Josef-Winckler-Zentrum der Stadt Rheine, welches sie mit den Institutionen VHS, Musikschule der Stadt Rheine sowie der Fern-Uni Hagen teilte, ist die Schule zum Sommer 2014 umgezogen. Man hat die Räumlichkeiten der inzwischen aufgelösten Elisabethschule im Schulzentrum Dorenkamp, Mittelstraße, übernommen. Nun gibt es keine Platzprobleme mehr und der Schulalltag wird daher in vielerlei Hinsicht einfacher!

Als Schule des Zweiten Bildungsweges ist sie, zusammen mit der Außenstelle des Abendgymnasiums Münster, Bestandteil einer diversifizierten Schullandschaft in Rheine.