Der Förderverein im Jahr 2025 – Unterstützung, die ankommt

Der Förderverein im Jahr 2025 – Unterstützung, die ankommt

Der Förderverein unserer Schule hat auch im Jahr 2025 zahlreiche Aktivitäten und Angebote unterstützt und damit das Schulleben unserer Schülerinnen und Schüler aktiv bereichert.

Finanziell gefördert wurden unter anderem die Schulfahrt nach Bremen sowie das Sommerfest vor den Sommerferien. Bei bestem Wetter konnten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte gemeinsam den Schuljahresabschluss genießen. Im laufenden Schuljahr unterstützte der Förderverein zudem die Fahrt zum Schlittschuhlaufen nach Ibbenbüren, die für alle Beteiligten ein besonderes Highlight war. Die Waffelaktion in der Vorweihnachtszeit sorgte für eine angenehme und gemeinschaftliche Atmosphäre .

Darüber hinaus ermöglicht der Förderverein den Verkauf von Taschenrechnern zu vergünstigten Preisen und unterstützt die Arbeitsgemeinschaft „Gesunde Schule“, die sich für Gesundheit und Prävention einsetzt.

Text: Brigitte Arning

Fotos: Thomas Maurer, Weronika Anger, Kollegium der ARS

Gemeinsam Gutes tun – Weihnachtsaktion am Weiterbildungskolleg Rheine

Gemeinsam Gutes tun – Weihnachtsaktion am Weiterbildungskolleg Rheine

Rheine. Traditionell am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien verwandelt sich das Weiterbildungskolleg Abendrealschule Rheine in einen Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Solidarität. Auch in diesem Jahr wurde die große Pause verlängert, um sich bei frisch gebackenen Waffeln, selbstgemachten Plätzchen und weihnachtlicher Musik gemeinsam auf die Feiertage einzustimmen.

Die Weihnachtsaktion, die jedes Jahr von den Abschlusssemestern organisiert wird, stand diesmal unter der Leitung von Frau Bumbar und Frau Fischer. Mit viel Engagement sorgten die Schülerinnen und Schüler für eine festliche Atmosphäre: Ein geschmückter Weihnachtsbaum, liebevolle Dekorationen und stimmungsvolle Musik durften dabei natürlich nicht fehlen.

Der gute Zweck stand erneut im Mittelpunkt. In diesem Jahr gehen sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf von Waffeln und Keksen an ein Caritas-Kinderheim. „Kauft viele Waffeln und Kekse – das ganze Geld wird gespendet!“, lautete das Motto der Aktion, dem viele gerne folgten.

Besonders bemerkenswert ist das soziale Engagement der Schulgemeinschaft. Viele Schülerinnen und Schüler der Abendrealschule sind selbst nicht wohlhabend, kämpfen mit finanziellen Herausforderungen oder sind zugewandert. Die Schülerschaft ist religiös und kulturell vielfältig, und nicht alle feiern privat Weihnachten. Dennoch beteiligen sich alle mit großer Selbstverständlichkeit an der Aktion und spenden für ein gutes Ziel – ein starkes Zeichen von Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Auch ehemalige Schülerinnen und Schüler waren herzlich eingeladen, vorbeizuschauen – eine Einladung, die gerne angenommen wurde und die den besonderen Gemeinschaftsgeist der Schule erneut unterstrich.

Die Weihnachtsaktion der Abendrealschule Rheine zeigt eindrucksvoll, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Engagement keine Frage von Herkunft, Religion oder finanziellen Möglichkeiten sind – sondern eine Haltung, die hier Jahr für Jahr gelebt wird.

Fotos und Text: Weronika Anger

Gemeinsam auf dem Eis: Abendrealschule Rheine erlebt zauberhafte Stunden in Ibbenbüren

Gemeinsam auf dem Eis: Abendrealschule Rheine erlebt zauberhafte Stunden in Ibbenbüren

Beste Stimmung herrschte beim Ausflug von knapp 100 Schülerinnen und Schüler zum Schlittschuhlaufen nach Ibbenbüren.

Bei ausgelassener Stimmung und viel Gelächter füllte sich das Eis schnell mit Leben. Während einige bereits sicher und geübt ihre Runden auf dem Eis drehten, wagten sich andere als Anfänger vorsichtig auf die Schlittschuhe. Dabei stand der Spaß klar im Vordergrund und die tolle Stimmung auf dem Eis war jederzeit spürbar. Gegenseitige Unterstützung, viel Lachen und kleine Erfolgserlebnisse machten den Ausflug zu etwas Besonderem.

Die fröhliche Atmosphäre machte den Ausflug nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch menschlich bereichernd. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer begegneten sich fernab des Unterrichtsalltags, lernten sich von neuen Seiten kennen und teilten unbeschwerte Momente.

Ein besonderer Dank gilt der Kollegin Nadeschda Springer, die für die Idee verantwortlich war und sie mit viel Engagement umgesetzt hat.

Am Ende waren sich alle einig: Es waren wunderschöne Stunden voller Bewegung, Gemeinschaft und guter Laune – ein Ausflug, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fotos: Thomas Maurer

Text: Brigitte Arning

Neue Kollegin an der ARS: Willkommen im Team, Vera Brömmler!

Neue Kollegin an der ARS: Willkommen im Team, Vera Brömmler!

Mein Name ist Vera Brömmler und ich unterrichte die Fächer Mathematik, Politik und Gesellschaftslehre an der ARS.

Ich habe an der Universität Münster die Fächer Mathematik und Sozialwissenschaften für das Lehramt an Haupt-, Real- , Sekundar- und Gesamtschulen studiert. Mein Referendariat habe ich an der Maximilian Kolbe Gesamtschule in Saerbeck absolviert. Die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern hat mir viel Freude bereitet und ich freue mich auf die Zeit an der ARS. In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit Freunden und meinen Katzen und bin gerne im Garten.

Viele Grüße

Vera Brömmler

„Sexuelle Rechte sind nicht verhandelbar“ – Pro Familia im Gespräch mit jungen Erwachsenen am Weiterbildungskolleg Rheine 

„Sexuelle Rechte sind nicht verhandelbar“ – Pro Familia im Gespräch mit jungen Erwachsenen am Weiterbildungskolleg Rheine 

Wie spricht man heute mit jungen Menschen über Sexualität, Vielfalt und Selbstbestimmung? Andreas Hähner, seit 20 Jahren Sexualpädagoge bei Pro Familia Münster, war zu Besuch am Weiterbildungskolleg Rheine und bot Aufklärungsunterricht auf Augenhöhe. In einer offenen Gesprächsatmosphäre vermittelte er Informationen, klärte Fragen – und stellte die Rechte junger Menschen in den Mittelpunkt. 

„Sexuelle Bildung ist heute wichtiger denn je – nicht nur zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften, sondern auch im Hinblick auf Prävention sexualisierter Gewalt“, erklärt der 56-Jährige. Gemeinsam mit zwei Kolleg: innen ist Hähner für die sexualpädagogische Arbeit im Kreis Steinfurt, Coesfeld und in der Stadt Münster zuständig. Doch die Nachfrage übersteigt bei Weitem die personellen Kapazitäten: „Aufs Jahr hochgerechnet schaffen wir rund 75 Projekte – das ist wenig, das reicht vorne und hinten nicht“, so Hähner. Im vergangenen Jahr mussten über 60 Veranstaltungen abgesagt werden. 

Sexuelle Selbstbestimmung als Leitmotiv 

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht das Ziel, die sexuellen Menschenrechte zu vermitteln – für alle. „Das bedeutet auch, Themen anzusprechen, die vielleicht nicht allen gefallen. Etwa die Lebensrealitäten queerer Menschen. Da stoßen wir immer wieder auf Widerstand – auch in Schulklassen oder Jugendgruppen. Aber Vielfalt ist Realität, und die sexuellen Rechte gelten für jeden Menschen und sind nicht verhandelbar – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung“, betont Hähner. Dabei sei es essenziell, Freiwilligkeit zu wahren: „Niemand muss etwas sagen, alle dürfen einfach zuhören. Das ist der Schlüssel, warum die jungen Leute sich einlassen – weil sie merken: Das ist ein geschützter Raum“, fügt er hinzu. 

Konservative Werte trotz Sexualisierung 

Auf die Frage, wie sich die Themen und Probleme junger Menschen in den letzten 20 Jahren verändert haben, antwortet Hähner differenziert: „Die Ängste vorm ersten Mal, die Sorge, etwas falsch zu machen – das ist gleichgeblieben. Was sich verändert hat, ist der Zeitpunkt: Jugendliche sind heute im Schnitt fast 17, wenn sie ihr erstes Mal erleben – also deutlich später als früher. Und es soll häufiger in einer festen Beziehung stattfinden. Trotz Social Media ist der Wunsch eher konservativ geworden. Die Sehnsucht geht weg vom schnellen Konsum hin zu echten Beziehungen.“ 

Gleichzeitig sieht er einen kulturellen Spagat: „Viele Jugendliche sind mit extremen Vorstellungen sozialisiert worden – etwa, dass Homosexualität tabu oder sogar strafbar ist. Und dann erleben sie hier in Deutschland plötzlich völlige Akzeptanz. Das stellt ganze Weltbilder infrage.“ 

Sexualpädagogik ist mehr als Aufklärung 

Auch die praktische Umsetzung der Sexualpädagogik ist herausfordernd. Am Weiterbildungskolleg Rheine wurde bewusst mit getrennten Ansprechpersonen für junge Männer und Frauen gearbeitet – um sensible Themen besser vermitteln zu können. „Das ist mehr als Kondome über Bananen zu ziehen“, betont Hähner. „Es geht um verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität, um Kommunikation, um Zugang zu jungen Menschen – und um Vertrauen.“ 

Doch gute Sexualpädagogik braucht Zeit, Fachpersonal und Ressourcen. „Dafür finden wir kaum Fachkräfte, schon gar keine Ehrenamtlichen oder Praktikant: innen – das Thema ist einfach zu sensibel“, sagt Hähner. 

Der Besuch von Pro Familia am Weiterbildungskolleg Rheine zeigt eindrucksvoll, wie wichtig solche Angebote sind – gerade in einer Zeit, in der junge Menschen zwischen Informationsflut, kulturellen Gegensätzen und ganz persönlichen Fragen Orientierung suchen. Geplant sind regelmäßige Besuche der Sexualpädagogen, um allen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu geben, sich in diesem Bereich beraten zu lassen.  

Foto und Text: Weronika Anger